Aufstrebende Talente

Jeremy Seewer und Glenn Coldenhoff vom Team Rockstar Energy Suzuki Europe

Mit Jeremy Seewer und Glenn Coldenhoff hat das Team Rockstar Energy Suzuki Europe gleich zwei hochkarätige Nachwuchshoffnungen im Team, die sich gerade in der Top Ten der Motocross Weltmeisterschaft etablieren.

In der Motocross Weltmeisterschaft teilzunehmen ist eine Sache, sich fest in der Riege der besten MX-Piloten der Welt zu etablieren jedoch eine andere Hausnummer. Viele junge Piloten schaffen zwar den Sprung in die WM, scheitern jedoch daran auch dort zu bleiben. Denn die eigentliche Aufgabe für die „Neuen“ beginnt erst mit den regelmäßigen Starts in der MX2 oder gar MXGP-Weltmeisterschaft. Wer es in ein Top-Team schafft, hat zwar alle Möglichkeiten, doch mit den Optionen auf vordere Plätze steigt auch der Druck auf den Fahrer. Ein paar Rennen ohne nennenswerte Resultate sind noch zu verschmerzen, wer jedoch nicht zumindest eine Tendenz nach vorne vorweisen kann, wird über kurz oder lang wieder aus den Starterlisten verschwinden.

Zwei Piloten, die über dieses Stadium schon weit hinaus sind, fahren derzeit für das Rockstar Energy Suzuki Europe Team: Glenn Coldenhoff und Jeremy Seewer. Coldenhoff startet seit diesem Jahr für das deutsche Team und bestreitet seine erste Saison in der Königsklasse des Motocross, der MXGP-WM. Die ersten Rennen waren für den Niederländer nicht einfach, denn die Konkurrenzdichte in der 450er Klasse ist extrem hoch, schon kleine Fehler rächen sich sofort.

„Das Problem ist regelmäßig in die Top Ten zu fahren“, schildert Coldenhoff die anspruchsvolle Aufgabe. „Ein einzelnes Rennen mit gutem Resultat ist schön, aber letztendlich geht es darum, jede Woche Leistung zu bringen.“ Mittlerweile scheint jedoch der Knoten auch in der WM geplatzt. Platz fünf beim Grand Prix in Frankreich war ein klares Statement für den immensen Zug nach vorne, den der 24-Jährige an den Tag legt. Eine Eigenschaft, die ihm übrigens auch die Führung in der ADAC MX Masters Serie bescherte. „Bei den Masters läuft es gut für mich“, lacht Coldenhoff. „Ich habe zwar noch keinen Tagessieg, aber führe recht komfortabel in der Gesamtwertung. Dieser Titel ist ganz klar eines unserer Saisonziele. Dafür arbeite nicht nur ich, sondern alle im Team mit vollem Einsatz.“

Einer der härtesten Gegner in der Masters-Serie ist ironischerweise Coldenhoffs Teamkollege Jeremy Seewer. Der Schweizer fährt seit vielen Jahren auf Suzuki und konnte sich dieses Jahr unter den Top-Piloten der MX2-WM etablieren. Seewer startete mit dem fünften Platz in Katar äußerst vielversprechend in seine erste Saison als Motocross-Profi und ließ bereits beim dritten Rennen in Argentinien sein erstes WM-Podium folgen. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl dort oben zu stehen“, zeigte sich der 20-Jährige von seinem ersten Gang aufs WM-Siegertreppchen überwältigt. „Ich habe seit vielen Jahren auf dieses Ziel hin gearbeitet und empfinde als große Belohnung und Motivation, soweit gekommen zu sein.“

Ein Bestreben, dass man auch daran ablesen kann, dass Top Ten Plätze mittlerweile nicht mehr genug für den Schweizer sind. „Wer einmal auf dem Podium stand, möchte das so oft wie möglich wiederholen“, lacht Seewer. „Mit dem Rockstar Energy Suzuki Europe Team habe ich die besten Voraussetzungen dazu!“

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