Projekt 2ar - unterwegs mit der Suzuki V-Strom 1000 ABS

2 auf Reisen – Motorradfahren für den guten Zweck

Ein Ehepaar aus Dortmund gibt sein altes Leben auf, um in Amerika Menschen zu helfen.

Mit dem Motorrad zu reisen und auch mal längere Touren zu unternehmen ist wohl das Schönste für jeden Zweirad-Fan. Doch spätestens nach ein paar Wochen ist man meist wieder zurück und der Alltag geht seinen gewohnten Gang. Nicht so im Fall des Ehepaars Claudia und Mirko Nagler: Mindestens zwei Jahre werden sie in Amerika unterwegs sein, um Menschen zu helfen und Spenden zu sammeln. Dafür gaben sie in Deutschland ihr bisheriges Leben komplett auf.

Natürlich ist das Abenteuer „Freiheit“ ein schöner Aspekt und das Reisen durch die 18 Länder ihrer geplanten Tour macht Spaß, doch der eigentliche Grund für ihren Aufbruch findet sich woanders. „Wir möchten etwas von unserem guten Leben hier in Deutschland zurückgeben und unsere Auszeit einem guten Zweck widmen“, erklärt Mirko. Sie gaben alle vermeintlichen Sicherheiten zu Hause auf, um anderen Menschen zu helfen. Für ihr Projekt verkauften die Eheleute ihr Haus und allen Besitz hier in Deutschland und kündigten ihre festen Jobs, in die sie nach ihrer Rückkehr vielleicht nicht wieder einsteigen können. Suzuki International Europe stellte ihnen für dieses Vorhaben zwei V-Strom 1000 AB S zur Verfügung, die die beiden seit Mai 2014 durch Amerika tragen. Nach dem Start in New York, dem Erreichen Vancouvers und dem Abfahren der gesamten US-Westküste, sind die weiteren Stationen ihrer Tour Colorado, Costa Rica, Peru, Chile, Argentinien, Brasilien und viele mehr – mit Umweg über Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt!

Überall, wo sie Halt machen, sammeln sie im Rahmen eines Fotoprojekts, in dem Portraitfotos verschiedener Menschen geschossen werden, Spendengelder. Parallel dazu hat jeder, der sich an diesem guten Zweck beteiligen will, die Möglichkeit, auf der Homepage des Projekts www.2ar.eu „Kilometer zu kaufen“. Jeder von Claudia und Mirko zurückgelegte Kilometer kann für einen Euro gekauft werden. Sowohl Privatpersonen als auch Firmen können beliebig viele Teile der Strecke erwerben und werden somit zu namentlich auf der Internetseite erwähnten Sponsoren der Tour. Unterstützt werden mit dieser Reise verschiedene Hilfseinrichtungen wie Schulen und Kinderheime. Zum einen durch die gesammelten Spenden, zum anderen durch Arbeitskraft. Denn Claudia und Mirko möchten das Geld nicht einfach übergeben, sie wollen selbst mit anfassen und in jeder Einrichtung zwei bis acht Wochen tatkräftig mitarbeiten. Es sei noch unterstrichen, dass jeder Cent, den die beiden durch Spenden einnehmen, zu 100 % und ohne Umweg den sozialen Projekten zukommt.

Die komplette Reise mit Verpflegung, Unterkunft, Benzin, Flug und allem, was dazu gehört, zahlt das Ehepaar aus eigener Tasche! Zwei Jahre sind für die Reise angesetzt, doch wann die beiden Abenteurer tatsächlich wieder in ihre Heimat zurückkehren, ist noch ungewiss, denn wie lange sie an den einzelnen Stationen ihrer Tour bleiben, ist noch völlig offen. Daher wissen die zwei Dortmunder auch noch nicht, wie ihr künftiges Leben in Deutschland aussehen wird, nachdem sie hier alles aufgegeben haben. Auf die Frage „Wieso?“ antwortet Mirko: „Es geht uns darum, Aufmerksamkeit für die Hilfsprojekte zu erregen und andere Menschen zu überzeugen, selbst etwas Gutes zu tun“.

Ein knappes halbes Jahr ist das engagierte Ehepaar nun schon unterwegs und sah sich bereits mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert: Oftmals findet sich nicht gleich eine bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit oder das Wetter zwingt die Beiden zu Zwangspausen. Doch oft genug haben sie auch erfahren, wie hilfsbereit die Menschen sind. Zufällige Begegnungen verschafften ihnen kostenlose Unterkünfte und boten ihnen die Möglichkeit, Gepäck zu einer Zwischenstation vorzuschicken oder einzulagern.

Ende Juli 2014 war es dann soweit und die erste große Etappe war geschafft: Nach drei Monaten und 12.600 km erreichten die beiden Vancouver und die Westküste Nordamerikas. Somit durchquerten sie den Kontinent von Ost nach West und fahren seit August 2014 die Westküste herab in Richtung Süden, sammeln Spenden und erreichten die ersten sozialen Einrichtungen.

Mehr Infos zu dem Projekt und eine große Menge beeindruckender Bilder gibt es hier:

Internet: http://www.2ar.eu/
Facebook: https://www.facebook.com/2ar.eu

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1 Antwort
  1. Boris
    Boris sagte:

    Ich finde diesen Beitrag sehr interessant und motivierend. Auch mich reizt es eine Tour zu unternehmen. Am Besten mit dem Motorrad.

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