Erstes Podium für Iannone auf Suzuki

Andrea Iannone fährt beim dritten MotoGP Grand Prix in den USA zu seinem ersten Podium für das Team Suzuki Ecstar. Alex Rins stürzt unglücklich und kann das Rennen nicht beenden.

Der dritte MotoGP Grand Prix auf dem Circuit Of The Americas in Texas erwies sich als gutes Pflaster für Andrea Iannone und das Team Suzuki Ecstar. Nach wechselhaftem Wetter am Freitag und Samstag wurde der Sonntag sonnig und trocken und bot ideale Bedingungen für das Rennen. Iannone und sein Teamkollege Alex Rins nutzten das Warm Up für die Feinabstimmung ihrer Suzuki GSX-RR und gingen beide sehr zuversichtlich ins Rennen.

Iannone hatte schon am Samstag exzellenten Speed gezeigt und konnte aufgrund einer starken Leistung im Qualifying aus der ersten Reihe von Startplatz 3 ins Rennen gehen. Der Italiener erwischte einen super Start und führte das MotoGP Feld in die erste Kurve. Iannone musste die Führung zwar schnell an Marc Marquez abgeben, blieb jedoch hart am Gas und konnte sich in der dritten Runde erneut für kurze Zeit an die Spitze setzen. Letztlich musste er sich zwar Marquez und Maverick Vinales geschlagen geben, konnte jedoch mit einer starken Leistung den dritten Rang nach Hause fahren. Mit Platz 3 machte der 28-Jährige auch einen Sprung um vier Plätze in der WM-Tabelle nach vorne. Iannone liegt jetzt mit nur 15 Punkten Rückstand auf die Spitze auf WM-Rang 6.

„Ich bin sehr glücklich über dieses Podium“, freute sich Iannone. „Endlich sind wir hier angekommen! Wir hatten eine schwierige Zeit, aber jetzt sind wir ganz stark zurückgekommen. An diesem Wochenende habe ich ein wirklich gutes Gefühl für die Suzuki GSX-RR gehabt und wir konnten eine sehr gute Balance beim Bremsen finden. Ich hatte immer Probleme mit dem Vorderrad beim Bremsen, aber jetzt haben wir eine Lösung dafür gefunden und ich bin sehr froh darüber. Wir arbeiten stetig, um uns weiter zu verbessern und ich bin sehr zufrieden mit unserer Entwicklung. Wir haben immer an unser Potenzial geglaubt und kommen jetzt immer näher an die Spitze. Ich habe viel gelernt und wir werden versuchen, weiter ganz vorne zu fahren!“

Alex Rins fühlte sich auf dem Circuit Of The Americas von Beginn an nicht richtig wohl und musste sich in der Qualifikation mit dem elften Rang zufriedengeben. Das Warm Up verlief jedoch gut und so ging der Spanier zuversichtlich ins Rennen. Nach einem guten Start lag Rins zunächst auf dem neunten Rang und hatte die Führungsgruppe fest im Blick. Nach einem kleinen Fahrfehler wurde er jedoch auf den zwölften Platz zurückgeworfen. Bei der nachfolgenden Aufholjagd rutschte der 22-Jährige unglücklich übers Vorderrad und konnte einen Sturz nicht vermeiden. Leider war die GSX-RR danach so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war, Rins blieb glücklicherweise unverletzt.

„Das ganze Wochenende ist leider nicht gut gelaufen und wir konnten unsere Ziele nicht erreichen“, zeigte sich der Spanier enttäuscht. „Im Rennen habe ich versucht meinen Kopf frei zu halten und Spaß am Fahren zu finden. Das hat auch gut geklappt, bis ich dummerweise gestürzt bin. Trotzdem haben wir uns an diesem Wochenende verbessert und viel dazu gelernt. Andrea hat ein tolles Rennen abgeliefert und gezeigt, dass die GSX-RR super funktioniert. Ich muss das Wochenende jetzt abhaken und in Jerez beim nächsten Rennen neu durchstarten.“

Teammanager Davide Brivio zeigte zwar Bedauern für den Sturz von Rins, doch vielmehr überwog bei dem Italiener die Freude über die Podiumsplatzierung seines Landsmannes Iannone. „Es ist ein tolles Gefühl, wieder auf dem Siegertreppchen zu stehen“, lachte Brivio. „Andrea hatte bei den ersten beiden Rennen Probleme, aber in Texas hat er sich von Beginn an gut auf der GSX-RR gefühlt. Und wenn Andrea sich gut fühlt, dann ist er auch sehr schnell unterwegs. Ich hoffe, dass dieses Podium eine Trendwende ist und er von jetzt an sein eigenes und das Potenzial der GSX-RR ausschöpfen kann. Alex hatte ein schwieriges Wochenende und einen Sturz, was sehr schade ist. Aber wir waren jetzt zweimal in Folge mit zwei unterschiedlichen Fahrern auf dem Podium. Das ist eine sehr schöne Entwicklung und jetzt gilt es, diesen Schwung zu den nächsten Rennen in Europa mitzunehmen.“

Das nächste Rennen zur MotoGP-Weltmeisterschaft findet am 6. Mai in Jerez/ESP statt.

GP of the Americas – Race Classification:

1. Marc MARQUEZ Repsol Honda Team 41’52.002
2. Maverick VIÑALES Movistar Yamaha MotoGP +3.560
3. Andrea IANNONE Team SUZUKI ECSTAR +6.704
4. Valentino ROSSI Movistar Yamaha MotoGP +9.587
5. Andrea DOVIZIOSO Ducati Team +13.570
6. Johann ZARCO Monster Yamaha Tech 3 +14.231
7. Dani PEDROSA Repsol Honda Team +18.201
8. Tito RABAT Reale Avintia Racing +28.537
9. Jack MILLER Alma Pramac Racing +28.671
10. Aleix ESPARGARO Aprilia Racing Team Gresini +28.875
11. Jorge LORENZO Ducati Team +31.355
12. Danilo PETRUCCI Alma Pramac Racing +34.993
13. Pol ESPARGARO Red Bull KTM Factory Racing +37.264
14. Takaaki NAKAGAMI LCR Honda IDEMITSU +39.335
15. Alvaro BAUTISTA Angel Nieto Team +40.887
16. Bradley SMITH Red Bull KTM Factory Racing +48.475
17. Scott REDDING Aprilia Racing Team Gresini +49.995
18. Thomas LUTHI EG 0,0 Marc VDS +51.115
19. Cal CRUTCHLOW LCR Honda CASTROL +59.055
20. Xavier SIMEON Reale Avintia Racing +59.747
21. Franco MORBIDELLI EG 0,0 Marc VDS +1’00.513
Not Classified
42 Alex RINS Team SUZUKI ECSTAR
55 Hafizh SYAHRIN Monster Yamaha Tech 3
17 Karel ABRAHAM Angel Nieto Team

MotoGP World Standings 2018:

1. Andrea DOVIZIOSO Ducati 46
2. Marc MARQUEZ Honda 45
3. Maverick VIÑALES Yamaha 41
4. Cal CRUTCHLOW Honda 38
5. Johann ZARCO Yamaha 38
6. Andrea IANNONE Suzuki 31
7. Valentino ROSSI Yamaha 29
8. Jack MILLER Ducati 26
9. Tito RABAT Ducati 22
10. Danilo PETRUCCI Ducati 21
11. Dani PEDROSA Honda 18
12. Alex RINS Suzuki 16
13. Hafizh SYAHRIN Yamaha 9
14. Pol ESPARGARO KTM 8
15. Aleix ESPARGARO Aprilia 6
16. Jorge LORENZO Ducati 6
17.Franco MORBIDELLI Honda 6
18. Takaaki NAKAGAMI Honda 5
19. Scott REDDING Aprilia 4
20. Alvaro BAUTISTA Ducati 4
21. Karel ABRAHAM Ducati 1
20. Jorge LORENZO Ducati 1
21. Thomas LUTHI Honda
22. Bradley SMITH KTM
24. Xavier SIMEON Ducati

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