Rennwochenende mit den Suzuki Cups in Assen

Die beiden Suzuki Cups bestritten am Wochenende die zweite und letzte Auslandsveranstaltung dieser Saison auf der niederländischen MotoGP Strecke in Assen.

Am Freitag bestimmte das im Rennsport berühmte Reifen-Poker den Trainingstag. Bei unklaren Bedingungen fuhren die Piloten des Suzuki SV650 bzw. Twin 700 Cups auf Trockenreifen auf die Strecke. Diese war allerdings feuchter als erwartet, weswegen es nur noch darum gehen konnte, die Strecke zu begutachten. Im zweiten freien Training wurde dann ausgiebiger getestet, bevor es im Qualifying dann erstmals um Bestzeiten ging. Dieser erste Teil des Qualifyings war besonders wichtig, da es im Samstags Qualifying heftig regnete und somit keine schnellen Zeiten zustande kamen. Die Nase vorn hatte Carsten Stork, der sich die erste Poleposition seiner SV-Laufbahn sicherte. Stork stand vor Justus Weinke und Robert Conrads.

Der amtierende Meister Pascal Lenz erwischte einen schlechten Start und fiel bis auf Position zehn zurück. Während Lenz sich zurückkämpfen musste, wurde der Kampf um die Spitzenpositionen immer enger. Stork machte einen kleinen Fehler, musste das Motorrad in einer schnellen Linkskurve aufrichten und in die Auslaufzone fahren. Dadurch wurde er nach hinten gereicht und musste sich schlussendlich mit dem siebten Rang zufrieden geben. Pascal Lenz legte in der Zwischenzeit eine beeindruckende Aufholjagd hin und kämpfte sich an die Spitze. Im Ziel hatte er sogar zwei Sekunden Vorsprung. Platz zwei, drei und vier wurden im Fotofinish entschieden: Justus Weinke, Robert Conrads und Marcus Andruchiewicz kamen innerhalb von 0,02 Sekunden über die Ziellinie.

Das zweite Rennen am Sonntagmittag fand bei strahlendem Sonnenschein statt und sollte ähnlich viel Spannung wie der Vortag bereithalten. Lenz setzte sich schnell an die Spitze und konnte einen Vorsprung herausfahren. Dahinter folgte ein spannender Kampf zwischen Conrads, Weinke und Pole-Setter Stork. Stork schnappte sich zwei Runden vor Schluss die zweite Position und verteidigte sie bis ins Ziel. Somit kann er sein zweites Podium der Saison verbuchen. Dritter wurde Weinke, vor Conrads und Andruchiewicz.

Auch im GSX-R Cup sicherten sich die Meisterschaftsbesten souverän die vorderen Startpositionen. Christof „Fifty“ Höfer hat sich vollständig von seiner Schulterverletzung erholt und startete von der Poleposition. Die erste Startreihe komplettierten Michel Eigenmann und Maximilian Weihe. Lediglich Georg Einzmann, der als Tabellendritter nach Assen reiste, konnte nicht seine Bestleistung abrufen und musste sich mit Startplatz 13 zufrieden geben.

Einzmann erwischte im ersten Rennen zwar einen guten Start und konnte in der ersten Phase des Rennens viele Plätze gutmachen. Schlussendlich konnte er sich über Position acht freuen. An der Spitze gab es einen extrem spannenden und engen Kampf zwischen Höfer und Eigenmann, die sich keinen Meter schenkten und somit immer wieder für einen Führungswechsel sorgten. Am Ende hatte jedoch Höfer die Nase vorn und sicherte sich mit zwei Sekunden Vorsprung den Sieg von Eigenmann. Dahinter folgten Maximilian Weihe und Rene Raub.

Im zweiten Rennen am frühen Sonntagabend erwischte Rene Raub den besten Start und übernahm in den ersten Runden die Führung. Diese eroberte allerdings zur Hälfte des Rennens Polesetter Christof Höfer zurück, in der Runde darauf verdrängte Michel Eigenmann Raub auf die dritte Position. Kurz vor Ende der Distanz stürzte Raub auf Position drei liegend und räumte somit das Podest für Maximilian Weihe. Nach vier von sechs Rennwochenenden hält Michel Eigenmann weiterhin die Führung in der Tabelle inne, Christoph „Fifty“ Höfer schiebt sich auf Rang zwei und Maximilian Weihe übernimmt die dritte Tabellenposition.

Auch abseits der Rennstrecke sorgten die Piloten des SV650 Cups für Action: Die Veranstalter organisierten das Assen X-treme Battle, für das sich die Piloten anmelden konnten, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. Vor Ort wurden die Disziplinen bekanntgegeben: Es ging um die Bestzeiten im Hinterradwechseln, Visierwechsel am X-lite Helm X-802RR und KKD Lederkombi-Anlegen. Am schnellsten gelang das Peter Hölpert, der das Hinterrad in 1.32 min aus- und einbaute und mit korrektem Drehmoment anzog, die Lederkombi in 15 Sekunden anlegte und gerade einmal 4 Sekunden für den Visierwechsel brauchte! Als Belohnung für den Erstplatzierten gab es, neben dem Titel „König von Assen“, ein nagelneues Paar Racinghandschuhe von KKD. Für den zweiten spendierte Racefoxx einen Satz Transporttaschen für die Räder, der drittschnellste bekam ein gemischtes Paket mit Artikel der Cup-Sponsoren.

Die Suzuki Piloten haben jetzt eine dreiwöchige Pause, das nächste Rennen für beiden Cups findet vom 01. bis 03. September in der Motorsportarena Oschersleben statt.

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